Posts Tagged 'Solidarität'

„Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.“ Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten in Berlin

In Solidarität mit den andauernden Protesten des Refugee Camps in Berlin dokumentieren wir hier die vierte Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten:

Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.
In der heutigen Pressekonferenz in Berlin haben wir bekannt gegeben, dass wir unseren Protest am Brandenburger Tor mindestens bis zum 15. November 2012 fortführen werden, um sicher zu gehen, dass die Vereinbarungen der Verhandlungen vom 1. November mit der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer, und der Berliner Senatorin für Integration Dilek Kolat tatsächlich umgesetzt werden.

Über Gerüchte in einigen Medien
Die Mediengruppe des Protestes hat beobachtet, dass in der Berichterstattung einiger Medien das behauptet wird, es existierten zwei unterschiedliche Gruppen von protestierenden Asylsuchenden in Berlin, die getrennt voneinander arbeiteten. Wir weisen dieses Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt, vollständig zurück. Die protestierenden Asylsuchenden in Berlin führen ihren Kampf gemeinsam weiter. Sie verstehen sich als zwei Hände des selben Körpers, und um die gemeinsamen Forderungen durchzusetzen verfolgen sie unterschiedliche Methoden.

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Coole Aktion in Hamburg!

Heute überall Flyer mit Mely Kiyak Kolumne „Liebe Wissensgesellschaft!“ in der S-Bahn!
Clickt das obere Bild und lest den Flyer!


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Neo-Nazi Morde und institutioneller Rassismus – Ein Statement zu den aktuellen Geschehnissen in der BRD

Die von Neo-Nazis verübten Morde an mehreren PoC sind der gewaltvollste Ausdruck des Rassismus gegen Menschen, die in Deutschland leben, aber als nicht zu dieser Gesellschaft zugehörig anerkannt werden.

Die Verstrickung staatlicher Institutionen, Verfassungsschutz und Polizei, in diese Morde und zur rechtsradikalen Szene zeigt deutlich, wie Rassismus auch von staatlichen Stellen aufrechterhalten und ausgeübt wird. Wichtig ist auch auf diesen institutionellen Rassismus aufmerksam zu machen. Rassismus wird nicht nur von Nazis ausgeübt. Rassismus zieht sich durch unterschiedliche gesellschaftliche Ebenen und dies schon seit Jahrhunderten. Sogenannter Alltagsrassismus zeigt sich subtiler als die physische Gewalt, die Nazis ausüben. Sie zeigt sich beispielsweise darin, das Menschen, die jahrelang in Deutschland leben oder hier geboren sind nicht wählen dürfen, weniger Aussicht auf Erfolg bei der Wohnungssuche oder auf dem Bildungs- und Jobmarkt haben und immer wieder als nicht dazugehörig markiert werden.

Oftmals sind die Akteur_innen, die über das Schicksal von PoC entscheiden, in einer Machtposition, die es ihnen erlaubt, Rassismus getarnt und unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit auszuüben. Weiterlesen ‚Neo-Nazi Morde und institutioneller Rassismus – Ein Statement zu den aktuellen Geschehnissen in der BRD‘

Statement zu den Ereignissen in Fulda und weißen Abwehrmechanismen

Wie auf Noah Sows Blog nachzulesen ist (http://www.noahsow.de/blog/2011/10/27/festival-du-racisme-in-fulda), wurde sie anlässlich einer Lesung in Fulda mit gewaltvollen Rassismen konfrontiert. Die darauf – in massivem Ausmaß – folgenden Kommentare auf verschiedenen Blogs sind voll von Rassismusreproduktion und widerlichen weißen Abwehrmechanismen, die in unserer rassistisch strukturierten Gesellschaft leider nach wie vor alltäglich sind.

Akteur_innen sind in diesem Fall hauptsächlich unreflektierte weiße Antirassist_innen, die sich selbst außerhalb rassistischer Strukturen positionieren, da sie meinen, durch ihre zu kurz gekommene Auseinandersetzung mit Rassismus, ihre eigenen Rassismen verlernt und ihr Weißsein abgelegt zu haben, (falls sie ihr Weißsein zuvor überhaupt als solches erkannt und benannt haben). Zudem spielen sie sich gegenüber PoC und Schwarzen als Rassismus-Expert_innen  auf.

Mit Hilfe der durch weiße Subjektivierungen erlernten Abwehrmechanismen wird die ganze Geschichte umgedreht: Es wird nicht nicht mehr über Rassismuserfahrungen von PoC und Schwarzen gesprochen, sondern über die vermeintliche Reproduktion von Macht- und Dominanzverhältnissen durch akademische Sprache oder – in ihren Augen – unhöfliches Verhalten.

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