Posts Tagged 'Residenzpflicht'

„Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.“ Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten in Berlin

In Solidarität mit den andauernden Protesten des Refugee Camps in Berlin dokumentieren wir hier die vierte Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten:

Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.
In der heutigen Pressekonferenz in Berlin haben wir bekannt gegeben, dass wir unseren Protest am Brandenburger Tor mindestens bis zum 15. November 2012 fortführen werden, um sicher zu gehen, dass die Vereinbarungen der Verhandlungen vom 1. November mit der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer, und der Berliner Senatorin für Integration Dilek Kolat tatsächlich umgesetzt werden.

Über Gerüchte in einigen Medien
Die Mediengruppe des Protestes hat beobachtet, dass in der Berichterstattung einiger Medien das behauptet wird, es existierten zwei unterschiedliche Gruppen von protestierenden Asylsuchenden in Berlin, die getrennt voneinander arbeiteten. Wir weisen dieses Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt, vollständig zurück. Die protestierenden Asylsuchenden in Berlin führen ihren Kampf gemeinsam weiter. Sie verstehen sich als zwei Hände des selben Körpers, und um die gemeinsamen Forderungen durchzusetzen verfolgen sie unterschiedliche Methoden.

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„Refugee bus protest“ kommt nach Hamburg

Protest Bustour der asylsuchenden Flüchtlinge kommt nach Hamburg

Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Busgruppe der streikenden und protestierenden Asylsuchenden beschlossen hat, auf ihrem Weg nach Berlin auch in Hamburg haltzumachen. Sie werden am kommenden Samstag, den 29.09.2012 ab 13.30 Uhr eine Kundgebung am Hauptbahnhof (Glockengießerwall, Bahnhofsvorplatz) abhalten. Die Asylsuchenden werden dort von ihrem Protest berichten. Es wird weitere Redebeiträge, Infotische und Musik geben. Wir sehen uns am Samstag am Hauptbahnhof!

Über den Protest:

Im Januar 2012 hat sich Mohammed Rahsepar im Flüchtlingslager Würzburg erhängt. Einige Monate nach seinem Tod haben Flüchtlinge, die mit ihm zusammen gewohnt haben, beschlossen, dass Isolationslager zu verlassen, schlugen ein Camp in Würzburgs Innenstadt auf und begannen einen Hungerstreik. In ihrer Pressemitteilung hieß es: „Wenn ein deutscher Staat derlei menschenverachtende Lebenssituationen billigend in Kauf nimmt, werden wir es fortan bevorzugen, unseren Weg in den Tod in aller Öffentlichkeit zu gehen.“ Die Würzburger Behörden haben versucht die Proteste mit allen Mitteln zu unterbinden und haben dabei das rassistische Gesetz der Residenzpflicht angewandt und den Streikenden mit Bußgeld und Strafverfahren gedroht. Für die Protestierenden war klar: „Wir gehen nicht in unsere Lager zurück!“. Sie beschlossen die Aktion auszuweiten und es wurden deutschlandweit Protestzelte von Asylsuchenden aufgeschlagen. Weiterlesen ‚„Refugee bus protest“ kommt nach Hamburg‘

Aufruf zum Refugee-Protest-March am 08.09.2012 nach Berlin

Worum geht es?

Wir unterstützen den Aufruf zum selbstorganisierten Protestmarsch der Asylsuchenden und wünschen allen Teilnehmer_Innen viel Kraft. Dieser Aufruf kann gerne mehrfach ausgedruckt und zum nächsten Flüchtlingsheim gebracht werden, damit mehr Asylsuchende von der Aktion erfahren. Spread the word!

Aufruf: deutsch, englisch, farsi/فارسی, russisch, französisch, kurdisch

More Info:  http://refugeetentaction.net

Update: Die Route mit allen 25 Stationen

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