Workshop: Feministische Mädchenarbeit in der Migrationsgesellschaft

Am Mittwoch den 16.01.13 findet im Rauhen Haus (Hamburg) ein Studientag mit der Frage “Wie können wir Gendertheorien in der Sozialen Arbeit mitdenken und in die praktische Arbeit einfließen lassen?” statt. Weitere Infos findest Du hier. Im Rahmen des Studientages findet u.a. auch ein KARaNo-geleiteter Workshop zu feministischer Mädchenarbeit in der Migrationsgesellschaft statt, den wir dir ganz besonders ans Herz legen wollen:

Feministische Mädchenarbeit in der Migrationsgesellschaft

Leitung: Nissar Gardi (KARaNo)

In den vergangenen Jahrzehnten sind innerhalb kritischer sozialpädagogischer Perspektiven die (Re-)Produktion von sozialer Ungleichheit, die gesellschaftlichen Mechanismen ihre Fest- und Fortschreibungen sowie die Dethematisierung der eigenen ausgrenzenden und normalisierenden Praxen differenziert beleuchtet worden.
Aus feministischer und rassismuskritischer Perspektive fokussiert diese Kritik u.a. die unhinterfragte, vereinheitlichende und naturalisierende Verwendung von Differenzordnungen, nicht nur in ʻSonder- bzw. Spezialfeldernʼ, sondern ebenfalls in einer Allgemeingültigkeit beanspruchenden Sozialpädagogik.
Dieser Kritik folgend (re-)produziert der vorherrschende Rückgriff auf Differenzen den Zwang zu eindeutigen Identitätskonstruktionen in Entweder-Oder Ordnungen – beispielsweise entweder ʻhomo-ʼ oder ʻheterosexuellʼ, entweder ʻmit-ʼ oder ʻohne Migrationshintergrundʼ. Weiterlesen ‘Workshop: Feministische Mädchenarbeit in der Migrationsgesellschaft’

“Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.” Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten in Berlin

In Solidarität mit den andauernden Protesten des Refugee Camps in Berlin dokumentieren wir hier die vierte Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten:

Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.
In der heutigen Pressekonferenz in Berlin haben wir bekannt gegeben, dass wir unseren Protest am Brandenburger Tor mindestens bis zum 15. November 2012 fortführen werden, um sicher zu gehen, dass die Vereinbarungen der Verhandlungen vom 1. November mit der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer, und der Berliner Senatorin für Integration Dilek Kolat tatsächlich umgesetzt werden.

Über Gerüchte in einigen Medien
Die Mediengruppe des Protestes hat beobachtet, dass in der Berichterstattung einiger Medien das behauptet wird, es existierten zwei unterschiedliche Gruppen von protestierenden Asylsuchenden in Berlin, die getrennt voneinander arbeiteten. Wir weisen dieses Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt, vollständig zurück. Die protestierenden Asylsuchenden in Berlin führen ihren Kampf gemeinsam weiter. Sie verstehen sich als zwei Hände des selben Körpers, und um die gemeinsamen Forderungen durchzusetzen verfolgen sie unterschiedliche Methoden.

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Hinweis auf den Demoaufruf für den 03.11.12: “Rassismus entgegentreten, Faschismus bekämpfen, Verfassungsschutz auflösen.”

Zum Jahrestag der Aufdeckung der rassistischen NSU Morde findet in Hamburg am 3.11.2012 eine Demonstration statt. Den Aufruf des Hamburger Bündnis gegen Rechts zu dieser Demo finden wir soweit ok, insbesondere die darin aufgestellten Forderungen.

Den Absatz zu Rassismus hätten wir etwas ausführlicher und differenzierter gestaltet, z.B. auch in Hinblick darauf, ob die “Mitte der Gesellschaft” nun lediglich von staatlichen Stellen und Medien manipuliert wird, oder ob nicht doch auch der vorhandene Alltagsrassismus damit in Wechselwirkung tritt. Außerdem weisen wir darauf hin, dass der Text z.T. Formulierungen enthält, die wir so nicht verwendet hätten.

Zahlreiches Erscheinen auf der Demo ist wichtig, um die Vorgänge weiterhin zu skandalisieren und präsent zu halten, gerade auch weil “die Medien” viel zu wenig darüber berichten.*

Hier findet ihr die Homepage des Hamburger Bündnis gegen Rechts:
www.keine-stimme-den-nazis.org

Und hier kann der Aufruf als pdf runtergeladen werden:
http://www.keine-stimme-den-nazis.org/images/PDF/vs-abschaffen-aufruf-3_11_12.pdf

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*Außerdem möchten wir bei dieser Gelegenheit daran erinnern, dass Mely Kiyak  die Geschehnisse im Untersuchungsausschuss protokolliert und kommentiert und sich dabei unter anderem über die auffällige Abwesenheit der sogenannten “Qualitätsmedien” wundert.

Es geht um Demokratie – und die Presse geht nicht hin. Beim NSU-Ausschuss ist die Öffentlichkeit nicht anwesend
Mely Kiyak für Deutschlandradio

Lieber NSU-Ausschuss, Teil 4!
Kolumne von Mely Kiyak in der Frankfurter Rundschau

“Refugee bus protest” kommt nach Hamburg

Protest Bustour der asylsuchenden Flüchtlinge kommt nach Hamburg

Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Busgruppe der streikenden und protestierenden Asylsuchenden beschlossen hat, auf ihrem Weg nach Berlin auch in Hamburg haltzumachen. Sie werden am kommenden Samstag, den 29.09.2012 ab 13.30 Uhr eine Kundgebung am Hauptbahnhof (Glockengießerwall, Bahnhofsvorplatz) abhalten. Die Asylsuchenden werden dort von ihrem Protest berichten. Es wird weitere Redebeiträge, Infotische und Musik geben. Wir sehen uns am Samstag am Hauptbahnhof!

Über den Protest:

Im Januar 2012 hat sich Mohammed Rahsepar im Flüchtlingslager Würzburg erhängt. Einige Monate nach seinem Tod haben Flüchtlinge, die mit ihm zusammen gewohnt haben, beschlossen, dass Isolationslager zu verlassen, schlugen ein Camp in Würzburgs Innenstadt auf und begannen einen Hungerstreik. In ihrer Pressemitteilung hieß es: „Wenn ein deutscher Staat derlei menschenverachtende Lebenssituationen billigend in Kauf nimmt, werden wir es fortan bevorzugen, unseren Weg in den Tod in aller Öffentlichkeit zu gehen.“ Die Würzburger Behörden haben versucht die Proteste mit allen Mitteln zu unterbinden und haben dabei das rassistische Gesetz der Residenzpflicht angewandt und den Streikenden mit Bußgeld und Strafverfahren gedroht. Für die Protestierenden war klar: “Wir gehen nicht in unsere Lager zurück!”. Sie beschlossen die Aktion auszuweiten und es wurden deutschlandweit Protestzelte von Asylsuchenden aufgeschlagen. Weiterlesen ‘“Refugee bus protest” kommt nach Hamburg’

Petition von Kien Nghi Ha zur „Aufklärung des Wissenschaftsskandals in der IASLonline. Öffentliche Entschuldigung der Herausgeber“

Vor einigen Tagen ist von Kien Nghi Ha eine Petition veröffentlicht worden, in der eine weitere Form der institutionellen Diskriminierung von Menschen mit Rassismuserfahrungen deutlich wird.

Auf der Seite des internationalen Archivs für Sozialgeschichte der Deutschen Literatur (IASLonline) – eine große Wissenschaftszeitschrift der deutschen Germanistik – findet sich eine kritisch zu würdigende Rezension unter dem Titel „Hybridität – Ein Abriss“ über die Monographie von Kien Nghi Ha „Unrein und vermischt. Postkoloniale Grenzgänge durch die Kulturgeschichte der Hybridität und der kolonialen ‚Rassenbastarde‘“.

In der von Kien Nghi Ha verfassten Gegendarstellung zu der Rezension des IASLonline finden sich sowohl eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Rezension wie auch Hinweise auf faktische und formale Fehler. Auf Anfrage lies die IASLonline jedoch verlauten weder Veränderungen der Rezension vorzunehmen noch die Gegendarstellung zu veröffentlichen. Festzustellen ist jedoch, dass ohne weitere Angaben und Hinweise auf die Kritik von Ha, Stellen der Rezension doch verändert wurden.

Vor dem Hintergrund der großen Bedeutung dieser wissenschaftlichen Zeitschrift und ihrer öffentlichen Wirksamkeit können die in der Rezension vorzufindenden Vorwürfe für Wissenschaftler_innen weitreichende Folgen für die beruflichen Chancen bedeuten.

Wir halten öffentliche Diskussionen über Praktiken der institutionellen Rassismen – auch im Wissenschaftsbetrieb – sowie über widerständige Strategien für notwendig und unterstützen die Aufforderungen der Petition.

Dokumentation und weitere Informationen: www.colonialdisgust.wordpress.com

Offene Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/aufklaerung-des-wissenschaftsskandals-in-der-iaslonline-oeffentliche-entschuldigung-der-herausgeber

Kontakt: decolonial_watch@gmx.de

Absage/Verschiebung des Workshops zu “Mehrfachpositionierungen im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen”

Wir müssen leider mitteilen, dass der Workshop “Mehrfachpositionierungen im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen” wegen zu weniger Anmeldungen abgesagt bzw. verschoben werden muss.
Wir wollen diesen aber unbedingt nachholen und werden den neuen Termin rechtzeitig bekannt geben, damit es längerfristiger mit den Anmeldungen vielleicht besser klappt.

Workshopankündigung “Mehrfachpositionierungen im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen

Am Samstag den 15. September veranstalten wir im Rahmen der Aktionswoche von Enter_The_Gap, in Hamburg, einen Workshop zu Mehrfachpositionierungen im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen.

Wir freuen uns auf den Workshop!

Mehrfachpositionierungen

im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen

Samstag, 15. September 2012, 11-16 Uhr, im Curio Haus, Rothenbaumchaussee 15

Die Veranstaltung richtet sich nur an FLTI* of Color / Schwarze FLTI* / FLTI* mit Migrationsgeschichte.

Rassismus, (Hetero-)Sexismus und Transphobie sind in Deutschland gesellschaftliche ‘Normalität’ und gehören zur Lebenswelt und Alltagserfahrung von FLTI* of Color / Schwarze FLTI* / FLTI* mit Migrationsgeschichte. Weiterlesen ‘Absage/Verschiebung des Workshops zu “Mehrfachpositionierungen im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen”’

Aufruf zum Refugee-Protest-March am 08.09.2012 nach Berlin

Worum geht es?

Wir unterstützen den Aufruf zum selbstorganisierten Protestmarsch der Asylsuchenden und wünschen allen Teilnehmer_Innen viel Kraft. Dieser Aufruf kann gerne mehrfach ausgedruckt und zum nächsten Flüchtlingsheim gebracht werden, damit mehr Asylsuchende von der Aktion erfahren. Spread the word!

Aufruf: deutsch, englisch, farsi/فارسی, russisch, französisch, kurdisch

More Info:  http://refugeetentaction.net

Update: Die Route mit allen 25 Stationen

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Weiterlesen ‘Aufruf zum Refugee-Protest-March am 08.09.2012 nach Berlin’

Erstes bundesweites Festival gegen Rassismus

Diskutieren, vernetzen, feiern

Bald ist es soweit! Vom 17. bis zum 19. August 2012 findet in Berlin-Kreuzberg das Festival gegen Rassismus statt. Das Festival versteht sich “als bundesweite Plattform [...], um Rassismus sichtbar zu machen und zu diskutieren, was wir dagegen tun können”. Darüber wollen wir uns gemeinsam austauschen, miteinander diskutieren, uns gegenseitig informieren und ein wenig kennenlernen. Es wird Workshops geben und auch jede Menge “Kulturacts” und einen Kidsspace!

Das Bündnis gegen Rassismus ruft alle Interessierten auf sich am Festival zu beteiligen. Aufruf zur BeteiligungLlamado a la participaciónIrkçılığa Karşı Festivale Katılım Çağrısı, Call for participation, appel à la participation.

Wir unterstützen das Festival und freuen uns drauf!

(z.B. auf den unglaublichen Amewu:))

Coole Aktion in Hamburg!

Heute überall Flyer mit Mely Kiyak Kolumne “Liebe Wissensgesellschaft!” in der S-Bahn!
Clickt das obere Bild und lest den Flyer!


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Nazis in Hamburg

“von den Ereignissen am 02.06.2012 und dem Demokratieverständnis des Staates

Die Frage die mich bewegt und motiviert hat zu den Blockaden gegen den Naziaufmarsch zu gehen ist:  Wie kann das sein, dass Nazis, die es gut finden, dass Menschen aufgrund von Rassismus und Hass umgebracht worden sind, und die nach wie vor Menschen umbringen und auch sonst alles dafür tun, dass es so wird wie früher genau die gleichen Rechte haben wie Du und ich?

Ich gehöre zu den POC, die das Privileg haben, den alltäglichen Rassismus inzwischen einigermaßen, mal besser mal weniger gut, verarbeiten zu können. Meine Vorbereitung auf den Aufmarsch war es also, mich vor allem mental darauf einzustellen Rassismus in seiner sichtbaren Form zu erfahren. Die Konfrontation mit Rechtsextremen ist für POC, die auf unterschiedliche Arten mit Rassismus umgehen, eine andere als für weisse. Ich kann mich auf solchen Demos nicht so verhalten wie weisse es tun.

Auf dem Rathausmarkt haben Senat und Gäste eine Mainstreamkundgebung mit etwa 10000 mehrheitlich weissen Teilnehmern gegen Nazis und für „Vielfalt“ abgehalten. Es ist dieser Senat, der beispielsweise rassistische Altersfeststellungen durchs UKE nicht unterbindet, Asylbewerbern und Flüchtlingen keine Grundrechte einräumt und nach wie vor niemanden ohne deutschem Pass aus nicht EU_Ländern wählen lässt. Und jetzt erzählt der was von wegen wir seinen alle bunt? Wir sind nicht „alle bunt“ lieber Herr Scholz, Sie sind weiss. Sie sind ein weisser Mann und haben wie die anderen mit ihren bunten Postkarten winkenden weissen Weiterlesen ‘Nazis in Hamburg’



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